Schulmedizinische Diagnose und Verlauf

Eine 62jährige bislang gesunde Frau wurde am 28.3.2012 mit einem Ileusbild und akutem Abdomen stationär aufgenommen und  im Rahmen einer Notoperation reseziert (Diskontinuitätsresektion nach Hartmann). Intraoperativ fand sich als Ursache des Ileus ein stenosierendes Sigmakarzinom. Die Tumorformel war wie folgt: pT4a N2b (13/24) L1 V1, G2, R0 M0. Nach Rekonvaleszenz wurde eine adjuvante Chemotherapie nach dem XelOX Schema von April bis September 2012 durchgeführt.

Die Wiederherstellung der Kontinuität erfolgte am 17.10.2012 komplikationslos.

Im Rahmen der Nachsorge fielen dann am 28.3.2014 zunächst sonographisch, dann im CT an beiden Ovarien zystische Raumforderungen auf, die differentialdiagnostisch wie Zystadenokarzinome des Ovars imponierten. Die Patientin unterzog sich am 6.5.2014 einer Adnexektomie beidseits. Histologisch fanden sich drei Metastasen des vorbekannten Sigmakarzinoms (CK20+; CK7-). Die Metastasen am rechten Ovar wurden R0 reseziert, im Bereich des linken Ovars gelang lediglich eine R1 Resektion. Auch die Biopsie im Douglasraum zeigt histologisch Zellen des Kolonkarzinoms. 

Postoperativ wurde eine additive Chemotherapie mit FOLFIRI und mit Bevacizumab durchgeführt (bei Vorliegen einer Mutation im KRAS Gen Exon 2). Die Therapie wurde von Juni bis November 2014 verabreicht, die Therapieverträglichkeit war gut, als Komplikation trat eine Port-assoziierte Thrombose auf, die mit Arixtra 7.5mg behandelt wurde. Eine CT Thorax bis Becken-Untersuchung im November 2014 war bzgl. Fernmetastasen unauffällig, so dass die Therapie beendet und die weitere Nachsorge eingeleitet wurde.  Bereits im Juli 2015 wurde dann ein systemischer Progress nachgewiesen mit multiplen beidseitigen Lungenmetastasen sowie von paraaortalen und parailiakalen Lymphknoten, exemplarisch gemessen mit einer Größe bis zu 3cm.

Die Patientin wurde dann seit 20.7.2015 mit einer Chemotherapie mit 5-Fluoruacil, Folinsäure und Bevacizumab zunächst in 2-, später in 3-4 wöchigen Abständen behandelt. Die Therapie wird aktuell weiterhin alle 3-4 Wochen verabreicht und exzellent vertragen. Die Patientin beklagt keinerlei Nebenwirkungen. Seit Juli 2015 – also seit Beginn dieser Chemotherapie – erhält die Patientin des Weiteren eine Therapie mit Iscador M, 3x / Woche und wird mittels Anthropofonetik und Heilgesang 2x / Woche behandelt. Die Anthropofonetik-Behandlung schließt außerdem noch Bewegungsübungen ein, die der Patientin eine aktive Mitarbeit ermöglichen und sie so an ihrem Heilungsweg mitwirken kann

Zusammenfassend wurde bei der Patientin ein aggressives, zweimal rezidiviertes Sigmakarzinom diagnostiziert. Mit einer wenig intensiven und in längeren Abständen verabreichten Chemotherapie und anthroposophischer Therapie, die beim zweiten Rezidiv begonnen wurde, ist die Patienten seit mittlerweile 20 Monaten in einer stabilen Krankheitssituation und bei bestem körperlichem und seelisch-geistigen Wohlbefinden.

 

 

Behandlungsbericht 

Die Erstbehandlung fand im September 2015 statt.

In den Folgewochen begannen die  einmal wöchentlich stattfindenden Anthropofonetik-Behandlungen (Behandlungsdauer ca. eine Stunde) mit verschiedenen, im Folgenden dargestellten Elementen:

Zum einen wurde der Lymphfluss angeregt durch selbstausgeführtes Klopfen auf verschiedene Gelenk- und Körperregionen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt dieser Behandlungseröffnung zeigt sich in der stattfindenden körperlichen Selbstwahrnehmung.  Dieser ging ein Erfühlen von Kälteherden durch den Behandelnden voraus. 

Auch mit den daran anschließenden (ihr anfänglich gänzlich unbekannten) Bewegungsübungen wurde die Patientin rasch vertraut, so dass sie sich schon innerhalb der ersten Behandlungswochen mehr und mehr damit verbinden konnte. 

Im Anschluss an diesen aktiven Teil der Behandlung folgte die auf dem Rücken stattfindende Behandlung. Diese, auf der Behandlungsliege stattfindende Behandlung, nahm die Patientin von Anfang an tief auf. Die Formen entsprachen in metamorphosierter Form den vorher aktiv durchgeführten Bewegungsübungen. Die unmittelbare Erfahrbarkeit der Wirksamkeit der Behandlungsform  führte bei der Patientin zu einer Öffnung, die eine Grundlage auch für den seelischen Aspekt der Heilung bildete und sich in einer  erweiterten positiven Gestimmtheit äußerte.

Die gesondert stattfindende wöchentliche Heilgesang-Stunde zeigte von Beginn an eine starke Wirkung. Eine Beziehung zur eigenen Sing-Stimme war anfangs kaum vorhanden.
Doch gewann die Patientin innerhalb weniger Wochen zunehmend an Selbstwahrnehmungsvermögen, Intonationssicherheit und ein erstes Freiwerden der Stimme. Mehr und mehr gelang es ihr, die Laut- und Tonentstehung mit einem geführten Luftstrom zu verbinden. Die Stimme begann sich langsam zu lösen. Auch hier erlebt  die Patientin eine deutliche Heilwirkung der Übungen und ging entsprechend intensiv in diese hinein.

Wesentlicher Bestandteil des durch Atmani entwickelten Behandlungskonzeptes ist, neben den in den Behandlungs- und  Heilgesangs-Einheiten zu tätigenden Übungselementen, das selbstständige Üben dieser zwischen den Behandlungen.

Die Patientin ergriff dies und damit sich selbst. Mit der unbedingten Bejahung des Behandlungsweges, den sie auf verschiedenen Ebenen als heilend erfuhr, war es ihr möglich lebensentscheidende Schritte zur seelischen Gesundung in Angriff zu nehmen.

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