Schulmedizinische Diagnose und Verlauf

Eine 57jährige bislang gesunde postmenopausale Frau wurde wegen eines auffälligen Tastbefundes in der rechten Mamma gynäkologisch im Juli 2013 vorstellig. Die körperliche Untersuchung zeigte einen vagen Tastbefund im Bereich der rechten Mamma, etwa 2 Querfinger rechts-kaudal der rechten Mamille.  Der Befund war mammographisch und mammasonographisch suspekt, so dass ein MRT der Mammae veranlasst wurde. Laborchemisch und klinisch ergaben sich keine Hinweise auf ein entzündliches Geschehen. In der Mamma-MRT zeigte sich dann am 12.7.2013 im Bereich der rechten Mamma unten außen in 20mm Distanz zur Cutis und  22mm inframamillär eine Architekturstörung von 12mm Ausdehnung. Die Raumforderung war strahlig konfiguriert und zentral kräftig Kontrastmittel-aufnehmend (MRM-BI-RADS 5; vgl. Abbildung links, MRT vom 12.7.2013), die linke Mamma war ohne pathologischen Befund. In Zusammenschau bestand der Verdacht auf ein unifokales Mammakarzinom. Eine Probeentnahme wurde von der Patientin abgelehnt. Eine weitere schulmedizinische Diagnostik / Therapie erfolgte auf Wunsch der Patientin nicht. Im Folgenden begann die Patientin am 29.09.2013 eine Therapie bestehend aus Anthropofonetik, Gesprächstherapie und Ernährungsumstellung.

Schulmedizinische Diagnose und Verlauf

Eine 62jährige bislang gesunde Frau wurde am 28.3.2012 mit einem Ileusbild und akutem Abdomen stationär aufgenommen und  im Rahmen einer Notoperation reseziert (Diskontinuitätsresektion nach Hartmann). Intraoperativ fand sich als Ursache des Ileus ein stenosierendes Sigmakarzinom. Die Tumorformel war wie folgt: pT4a N2b (13/24) L1 V1, G2, R0 M0. Nach Rekonvaleszenz wurde eine adjuvante Chemotherapie nach dem XelOX Schema von April bis September 2012 durchgeführt.

Die Wiederherstellung der Kontinuität erfolgte am 17.10.2012 komplikationslos.

Im Rahmen der Nachsorge fielen dann am 28.3.2014 zunächst sonographisch, dann im CT an beiden Ovarien zystische Raumforderungen auf, die differentialdiagnostisch wie Zystadenokarzinome des Ovars imponierten. Die Patientin unterzog sich am 6.5.2014 einer Adnexektomie beidseits. Histologisch fanden sich drei Metastasen des vorbekannten Sigmakarzinoms (CK20+; CK7-). Die Metastasen am rechten Ovar wurden R0 reseziert, im Bereich des linken Ovars gelang lediglich eine R1 Resektion. Auch die Biopsie im Douglasraum zeigt histologisch Zellen des Kolonkarzinoms. 

Postoperativ wurde eine additive Chemotherapie mit FOLFIRI und mit Bevacizumab durchgeführt (bei Vorliegen einer Mutation im KRAS Gen Exon 2). Die Therapie wurde von Juni bis November 2014 verabreicht, die Therapieverträglichkeit war gut, als Komplikation trat eine Port-assoziierte Thrombose auf, die mit Arixtra 7.5mg behandelt wurde. Eine CT Thorax bis Becken-Untersuchung im November 2014 war bzgl. Fernmetastasen unauffällig, so dass die Therapie beendet und die weitere Nachsorge eingeleitet wurde.  Bereits im Juli 2015 wurde dann ein systemischer Progress nachgewiesen mit multiplen beidseitigen Lungenmetastasen sowie von paraaortalen und parailiakalen Lymphknoten, exemplarisch gemessen mit einer Größe bis zu 3cm.

Die Patientin wurde dann seit 20.7.2015 mit einer Chemotherapie mit 5-Fluoruacil, Folinsäure und Bevacizumab zunächst in 2-, später in 3-4 wöchigen Abständen behandelt. Die Therapie wird aktuell weiterhin alle 3-4 Wochen verabreicht und exzellent vertragen. Die Patientin beklagt keinerlei Nebenwirkungen. Seit Juli 2015 – also seit Beginn dieser Chemotherapie – erhält die Patientin des Weiteren eine Therapie mit Iscador M, 3x / Woche und wird mittels Anthropofonetik und Heilgesang 2x / Woche behandelt. Die Anthropofonetik-Behandlung schließt außerdem noch Bewegungsübungen ein, die der Patientin eine aktive Mitarbeit ermöglichen und sie so an ihrem Heilungsweg mitwirken kann

Zusammenfassend wurde bei der Patientin ein aggressives, zweimal rezidiviertes Sigmakarzinom diagnostiziert. Mit einer wenig intensiven und in längeren Abständen verabreichten Chemotherapie und anthroposophischer Therapie, die beim zweiten Rezidiv begonnen wurde, ist die Patienten seit mittlerweile 20 Monaten in einer stabilen Krankheitssituation und bei bestem körperlichem und seelisch-geistigen Wohlbefinden.

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