Grundlegend für die Anthropofonetik ist das Welt- und Menschenbild Rudolf Steiners, die Anthroposophie, welches praktisch in der Anthropofonetik umgesetzt wird. Zu gleichen Teilen sind dabei Rhythmische Massage (Hauschka/Wegmann) und Gesangtherapie (gegeben von Valborg Werbeck-Svärdström) beteiligt. Ausgangspunkt ist der Unterricht, den Werbeck-Svärdström dem anthroposophischen Schularzt Dr. Eugen Kolisko in Heilgesang gab. Kolisko konnte diese Methode durchdringen und gab dem Werk „Die Schule der Stimmenthüllung“ einen wichtigen Teil des medizinischen Rückgrates (seinen Niederschlag findet dies in dem Schlusskapitel des Buches von Werbeck-Svärdström: „Die Schule der Stimmenthüllung“). Es ist überliefert, dass es die Absicht und der Wunsch von Frau Werbeck-Svärdström war, Dr. Ita Wegmann im Gesang zu unterrichten. Sie hielt 80% aller Krankheiten für Atemprobleme und prognostizierte, dass viele Krankheiten nur noch durch den Gesang zu heilen seien. Durch den zeitigen Tod von Ita Wegmann kam es nicht zu diesem Unterricht.

Der von Werbeck-Svärdström für die Leitung der „Schule der Stimmenthüllung“ eingesetzte Jürgen Schriefer bat den späteren Begründer der Anthropofonetik, Atmani, einen Schritt zu vollziehen, zu dem er selbst nicht mehr die Kraft hatte: ein Treffen mit Dr. Alfred Baur, dem Begründer der Chirophonetik. Dieses Treffen fand im März 2000 in Österreich statt. Bei diesem Treffen übergab Alfred Baur Formen an Atmani, die auf den Rücken zu streichen und dabei mit Gesang zu erfüllen sind.

Atmani hatte 11 Jahre bei Wolfgang Strübing (Berlin) Unterricht in Gesang. Davor hatte er drei Jahre Unterricht bei Monika Mayr, heute Dozentin für Gesang an der Hochschule für Waldorfpädagogik in Stuttgart.

Die Anthropofonetik kann auch bei schweren Erkrankungen Einsatz finden.

Einzigartig ist hierbei die Einbeziehung der Anthroposophie in Bezug auf die innere Anschauung des Menschen, wie sie auch V. Werbeck-Svärdström vollzogen hat.

 

 

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